Begonnen hat die Woche mit dem gemeinsamen Konzipieren eines Films. Eike, Teamer des Workshops, ist begeistert davon, mit welch einfachen Mitteln sich mit Trickfilm Geschichten erzählen lassen: Es brauche eigentlich nur Stifte, Knete, Papier und eine Schere. Ein bisschen Fantasie und handwerkliches Geschick sind ebenfalls gefragt, doch daran mangelt es den 9- bis 12-Jährigen nicht.
In vier Gruppen überlegen sie sich im Laufe der Woche, was sie erzählen wollen. Dann wird gebastelt und die einzelnen Figuren und Orte erwachen zum Leben. Benedict formt mit Knetfiguren die Geschichte eines listigen Pizzabäckers, im Trickkasten dahinter tüfteln Henrie und Ilan an einer Zombieapokalypse mit heldenhaftem Cowboy. In der linken Ecke des Zimmers feiern die Wale Saphir und Smaragd Geburtstag und versuchen geschickt, den ungebetenen Gast, einen Hai, auszuladen. Ella, Hannes und Mara erzählen die Geschichte eines Professors, der Dinos herbeizaubert, und mit ihnen die Stadt zerstören will. Das mochte anfangs nicht so richtig gelingen und sein erster Dino Onit entpuppt sich als Missgeschick – alles, was ihm gesagt wird, macht er rückwärts!
Glitzerschnipsel dienen den drei Jungfilmer:innen als Zaubereffekt, und auch Figuren verschwinden zu lassen wird mittels Trickfilms ganz leicht. Das Besondere dabei ist nämlich die Art des Ablichtens. Die Filme entstehen nicht durch eine einzelne Filmaufnahme, sondern durch das Zusammenfügen einer Vielzahl von Fotos mit einzelnen Bewegungen. So muss jede einzelne Szene per Hand gelegt werden, damit sich am Ende ein stimmiger Ablauf ergibt. Welche Teile sich in der Szene verändern sollen, muss deshalb gut überlegt sein.
Glitzerschnipsel dienen den drei Jungfilmer:innen als Zaubereffekt
Um einen gleichbleibenden Hintergrund zu sichern, werden im Workshop drei Trickkästen genutzt, die mit eigenem Licht ausgestattet sind. So kann auch eine Nacht zwischen einzelnen Aufnahmen liegen, ohne dass es im fertigen Film auffällt. Nachdem alle Fotos im Kasten sind, kann vertont werden. Hierfür stellen Kristin, Susanna und Eike, die Leiter:innen des Workshops, eine Vielzahl an Instrumenten zur Verfügung.
Am Ende der Woche entstehen so vier ganz unterschiedliche Filme, die Ideenreichtum mit Blick fürs Detail auf die Leinwand bringen. Am Freitag war es dann so weit: Premiere! Eltern, Bezugspersonen und natürlich alle Teilnehmer:innen waren eingeladen, wurden mit Nachos versorgt und dann ging das begeisterte Filmschauen los.