Mach mit! Die Zeitungswerkstatt

Die zett ist das Magazin des Kulturzentrum Schlachthof für Bremen. Was einst als Zeitung über die Stadtkultur entstand, erscheint seit 2026 in neuem Gewand: frisch relauncht, aber fest verwurzelt in einer jahrzehntelangen Tradition. Alle zwei Monate bündelt die zett Artikel, Gesichter und Momente aus dem Bremer Kulturleben – von Veranstaltungen über Kulturorte bis hin zu den Menschen, die diese Stadt prägen. Kostenlos ausgelegt im Schlachthof-Foyer, in Kulturinstitutionen, Cafés und Bürgerhäusern ist sie dort zu finden, wo Bremen lebt.

Das Besondere an der zett ist nicht nur, was drinsteht, sondern auch wie sie entsteht. Die Redaktion ist offen für alle: In der Zeitungswerkstatt sind Menschen eingeladen, gemeinsam an der zett zu arbeiten, journalistisches Schreiben auszuprobieren und dabei begleitet zu werden. Ganz im Sinne eines soziokulturellen Angebots geht es darum, Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsam eine Zeitung zu gestalten, die wirklich aus der Stadt kommt. Wer bei der nächsten offenen Redaktionssitzung dabei sein möchte, schreibt uns einfach eine Mail oder ruft an. Wir freuen uns!

  • Editorial

Wenn die Antwort Utopie heißt, wie lautet dann die Frage? Sicher gibt es mehrere, aber eine ist: Was brauchen wir, um in Zukunft zusammen zu (über-)leben? Dafür braucht es Ideen, Utopien und praktische Lösungen, denn ein einfaches Weitermachen verbietet sich angesichts von Klimawandel und einer Erosion demokratischer Strukturen weltweit. Es wird also um Utopien und Hoffnung gehen in diesem Magazin, das übrigens das letzte ist, das ich betreue.

Inspiriert zu dieser Ausgabe hat mich eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg mit dem Titel ›Utopia. Recht auf Hoffnung‹. Die Ausstellungsmacher:innen präsentieren dort Mikro-Utopien von Künstler:innen, Architekt:innen und indigenen Gruppen, die Lösungen gefunden haben für Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Eins dieser Projekte zur Wassergewinnung wird im Heft vorgestellt.

Der Politikwissenschaftler, Soziologe und Philosoph John Holloway hat sich in seinem Buch ›Hope in hopeless times‹ etwas grundsätzlicher mit diesem Thema auseinandergesetzt. Und Lisann Prüss stellt seinen Ansatz und die Diskussion darüber vor. Außerdem berichten wir von Menschen, die in Bremen gemeinschaftliche Wohnformen ausprobieren und damit ihre Mikro-Utopie leben. Und Teresa Starkloff berichtet aus eigener Erfahrung, wie man die Hoffnung behält, wenn man an einer wenig erforschten Krankheit leidet.

An dieser Stelle möchte ich allen Autor:innen, Fotograf:innen und Illustrator:innen danken, denen ich durch die Arbeit in der Zeitungswerkstatt im Schlachthof begegnet bin und die definitiv für Farbe in meinem Arbeitsleben gesorgt haben. Und ein ganz besonderer Dank geht an Benjamin, Marlis und Jörg für eine wirklich jahrzehntelange gute Zusammenarbeit. Es war mir ein Fest!

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