Tag der Deutschen Uneinheit?
Interview mit Hadija Haruna-Oelker
Die zett ist das Magazin des Kulturzentrum Schlachthof für Bremen. Was einst als Zeitung über die Stadtkultur entstand, erscheint seit 2026 in neuem Gewand: frisch relauncht, aber fest verwurzelt in einer jahrzehntelangen Tradition. Alle zwei Monate bündelt die zett Artikel, Gesichter und Momente aus dem Bremer Kulturleben – von Veranstaltungen über Kulturorte bis hin zu den Menschen, die diese Stadt prägen. Kostenlos ausgelegt im Schlachthof-Foyer, in Kulturinstitutionen, Cafés und Bürgerhäusern ist sie dort zu finden, wo Bremen lebt.
Das Besondere an der zett ist nicht nur, was drinsteht, sondern auch wie sie entsteht. Die Redaktion ist offen für alle: In der Zeitungswerkstatt sind Menschen eingeladen, gemeinsam an der zett zu arbeiten, journalistisches Schreiben auszuprobieren und dabei begleitet zu werden. Ganz im Sinne eines soziokulturellen Angebots geht es darum, Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsam eine Zeitung zu gestalten, die wirklich aus der Stadt kommt. Wer bei der nächsten offenen Redaktionssitzung dabei sein möchte, schreibt uns einfach eine Mail oder ruft an. Wir freuen uns!
Einige Orte, an denen die zett zum Mitnehmen ausliegt:
Kulturzentrum Schlachthof (Foyer), Findorffstr. 51, 28215 Bremen
Veganes Küchenkollektiv, Findorffstr. 51, 28215 Bremen
Stadtbibliothek Bremen (Zentralbibliothek), Am Wall 201, 28195 Bremen
Go Bäng, Knochenhauerstr. 20-25, 28195 Bremen
Hochschule für Künste – Fachbereich Kunst und Design (Am Speicher XI 8, 28217 Bremen)
Hochschule für Künste – Fachbereich Musik (Dechanatstr. 13-15, 28195 Bremen)
Golden Shop, Fehrfeld 4, 28203 Bremen
Findorffer Bücherfenster, Hemmstr. 175, 28215 Bremen
DOKU Dokumentations- und Kulturzentrum Blumenthal, Heidbleek 10, 28779 Bremen-Blumenthal
KITO Bremen Vegesack, Alte Hafenstr. 30, 28757 Bremen
vom 2. bis zum 4. Oktober finden die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit wieder in Bremen statt, zuletzt war das 2010 der Fall. Die ganze Republik schaut auf das kleinste Bundesland, doch bei aller Einheitsfeierei ist ein kritischer Blick im Sinne einer pluralen Erinnerungskultur nicht verkehrt. In Interviews und Darstellungen sprachen mit Autorin Hadija Haruna-Oelker darüber, welche Leerstellen durch fehlende Perspektiven erzeugt werden und welche Auswirkungen eine ausschließlich positive Erzählung über die Einheit mit sich bringt, gerade in Zeiten erstarkender rechter Parteien.
Auch sonst hält diese zett-Ausgabe einiges aus dem Stadt- und Kulturleben Bremens bereit. Der WDR hat das Ende des Radiosenders Cosmo beschlossen, der zusammen mit Radio Bremen produziert wird. In ihrem Artikel ordnet zett-Autorin Maike Partey die Lücke ein, die dadurch entsteht. Lea Schlußmeier schreibt über drei Bremer Projekte, die zeigen, dass Unterstützung für das psychische Wohlbefinden viele Gesichter haben kann. Der Artikel „Wie schmeckt eigentlich Muttermilch?“ beschäftigt sich mit der Bremer Künstlerin Clara Alisch und damit, wie bei Themen rund um Care-Arbeit in ihrer Kunst abgebildet und hinterfragt.
Viel Spaß beim Stöbern wünschen
Angelina Kluge und die zett-Redaktion